D’r Prinz kütt noh Hus

Welches Thema würde sich besser zur Eröffnung dieser Kolumne eignen als die Rückkehr von Lukas Podolski zum 1. FC Köln? Aber mal langsam! Was soll das hier eigentlich? Ganz einfach: Fußball beschäftigt mich sehr. Jeden Tag lese ich Neues über die Bundesliga, meinen Verein den 1. FC Köln und alles mögliche was mit Fußball zu tun hat. Dieser Sport hat in Deutschland spätestens seit der WM 2006 so eine große gesellschaftliche Bedeutung, dass sich jeder, der meint auch nur etwas davon zu verstehen, dazu äußert. So nun auch ich. Ein bisschen wird die Fußballwelt natürlich auch von mir durch die Rot-Weiße-Brille betrachtet, dennoch wird der FC hier auf keinen Fall das einzige Thema sein. Dazu passieren bei Mannschaften wie Hoffenheim, Bayern, Schalke – ach eigentlich allen oftmals viel zu bescheuerte Dinge. Aber nun zum Thema:

Viel wurde geredet über den Transfer von Lukas Podolski zum EffZeh. Am Anfang wurden alle belächelt, das Ganze als utopisch und absurd abgestempelt. Ja, auch von mir. Am Ende stehen die Fakten: Ein deutscher Nationalspieler wechselt vom FC Bayern München zum 1. FC Köln, wenn dieser nicht wieder absteigt. Eine Sensation! Spektakulär! Wohl einzigartig in der Geschichte des Vereins! Viele kritisieren dies auch weiter. Es sei ein Rückschritt in der Karriere des Lukas Podolski. Er hätte zu einem „Top-Verein“ (was ist das eigentlich in einer Zeit wo ein Dorf, das vor 2 Jahren noch keiner kannte den Herbstmeister stellt?) wechseln sollen. Nur warum? Ist es ein Rückschritt, wenn ein Spieler vom Bankdrücker zum Stammspieler wird? Ist es ein Rückschritt, wenn ein Spieler wieder Spaß am Fußballspielen bekommt? Ist es denn wirklich ein Rückschritt, wenn ein Spieler die Liebe zu einem Verein, einer Stadt dem großen Geld vorzieht? Ist das nicht viel mehr romantisch und heldenhaft in der heutigen von Geld geprägten Fußballwelt? Man sollte viel mehr den Mut dieses Spielers loben diesen Schritt zu tun.

Der Transfer bringt sicherlich dennoch genug finanzielle Risiken – vor allem für den Verein – mit sich. Das möchte ich nicht totreden. Dennoch sehe ich zu diesem Zeitpunkt und unter diesen Umständen keine sinnvolle Alternative zu diesem Wechsel. Bayern lässt ihn gerne nach Köln gehen, er will es auch und Köln eh. Also sind alle Beteiligten glücklich. Alle? Nein. Es gibt genug vermeintlich beteiligte Neider die dies nicht sind und deshalb den bereits diskutierten Rückschritt erfunden haben. Aber mal ehrlich: jeder Fan würde gern diesen Spieler in seiner Mannschaft sehen. Er ist ein Stürmer mit fußballerischen Möglichkeiten die ihn in die Weltspitze befördern können, denn – und das sollte man nicht vergessen – er ist erst 23. Außerdem ist er der Liebling der ganzen Nation mit einem Bekanntheitsgrad, wie ihn in Deutschland fast kein anderer Fußballer hat. Der tut jedem Verein gut.

Der Wechsel zum FC ist zu diesem Zeitpunkt absolut richtig! Keine Zweifel. Ob Poldi am Ende zur alten Form zurückfindet steht in den Sternen. Wir werden es sehen. Fakt ist, dass wenn es in diesem Umfeld – bei seinem Klub – nicht klappt, es wohl nirgends geklappt hätte.

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