Meine Stimme gegen die der ganzen Talkshow-nation!

Worüber soll ich mich heute zuerst aufregen? Über die skandalösen Talkshows um Plasberg und Maischberger? Über die darin auftretenden Gäste? Speziell über Kerner, den Experten für alles mit „spektakulären“ Live-Experimenten? Oder doch lieber über die DFB-Mafia, die sich mit ihren Gerichten, die den Namen Gericht nicht verdienen, eine eigene Begriff von Gerechtigkeit konstruiert? Eigentlich wollte ich zu allen diesen Themen eigene Artikel verfassen. Stattdessen beschränke ich mich hier auf zwei kurze Statements, die alles zusammenfassen sollen.

1. Das Spiel zwischen Düsseldorf und Berlin muss selbstverständlich wiederholt werden. Da gibt es auch gar nichts zu diskutieren. Ein Spiel, das – auch wenn es nur 2 Minuten waren – mit hunderten Fans direkt neben der Spielfeldbegrenzung, fehlenden Eckfahnen und Elfmeterpunkten stattfand, ist natürlich nicht regulär zu Ende gegangen. Überhaupt gar keine Frage. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob die Düsseldorfer Fans aggressiv den Platz stürmten oder nur feiern wollten. Es spielt auch keine Rolle wie sich die Berliner Spieler danach verhalten haben. Und natürlich spielt es auch keine Rolle, ob Düsseldorf es verdient hat aufzusteigen oder nicht. Der DFB versteckt sich hier wieder einmal hinter seinem Totschlagargument der Tatsachenentscheidung und versucht einen Präzedenzfall zu verhindern. Dies ist schlicht und ergreifend unfair und nicht im Sinne des Sports. Schade, dass Berlin nicht bereit ist bis vor den internationalen Sportgerichtshof zu ziehen.

2. Talkshows wie wir sie diese Woche gesehen haben gehören verboten! Hier findet eine absolut populistisch, absurde und völlig konstruierte, schlicht und ergreifend falsche Darstellung des Fußballs statt. Da werden Dinge behauptet die einfach nicht stimmen, kommen Leute zu Wort die einfach keine Ahnung vom Thema haben, wird einfach nicht diskutiert sondern nur Selbstdarstellung geübt. Kerner, als bestes Beispiel, zündelt „unter Lebensgefahr“ mit einem brennenden Bengalo an einer Plastikjacke herum und wundert sich, dass diese anfängt zu brennen. Ok, zwar nichts neues, aber hauptsache spektakulär. Das ist die Berufsauffassung eines Mannes der sich Journalist schimpft und zum Retter/Moralapostel/Gutmenschen der Nation aufspielt. Traurig. Gesagt wird zu diesem Thema alles in unnachahmlicher Weise hier, hier oder hier.

Schluss mit Aufregen. Was geht eigentlich hier ab? Leidenschafftliebe sieht ja ganz anders aus. Schick oder? So mit Dom und mit neuem Logo und irgendwie so hell und irgendwie so viel Platz und irgendwie so … hach … einfach schön. Ihr dürft euch auch in nächster Zeit noch auf die ein oder andere Neuerung freuen. Gestartet wurde dieses Projekt im Januar 2009 mit dem ersten Text. Das Thema damals war die Rückkehr des Prinzen nach Köln. Der Prinz ist weg und mit dem neuen Design, gibts hier einen neuen Meilenstein. passt doch irgendwie. Fehlen nur ein paar Worte an Lukas zum Schluss:

„Jung, es tut nicht weh dich im Arsenal-Trikot zu sehen wie die BILD-Zeitung behauptet. Nein, ich bin stolz auf dich wie ein Vater. Du wirst groß und musst jetzt von deinem „Jugendverein“ FC auch mal einen Ausflug in die große weite Welt zu einem tatsächlich großen Verein machen. Find ich gut. Rock die Engländer und zeig denen mal wer die beste linke Klebe hat auf dieser Welt. Und dann in ein paar Jahren kommst du zurück zu uns und spielst einfach noch ein bisschen Fußball mit uns, okay?“

Ein Kommentar

  1. Andre sagt:

    Herrlich neues Design. Gefällt komplett :)
    War vorher doch etwas düster…

    Talkshows, die polarisieren, haben ihren Job erfüllt und Programmmacher werden daran nichts ändern. Gut für die Quote. Leider!